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  • sozial engagiert

Gesellschaftswissenschaftliche und philosophische Fächer

ab Klasse 5

„Was machen Sie da“, fragte der kleine Prinz.
„Ich bin Geograph“, sagte der alte Herr.
„Was ist das, ein Geograph?“
„Das ist ein Gelehrter, der weiß, wo sich die Meere, die Ströme, die Städte, die Berge und die Wüsten befinden.“
„Das ist sehr interessant“, sagte der kleine Prinz. „Endlich ein richtiger Beruf!“

(aus: Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry, 15. Kapitel).

"Die Geographie vertritt das Reisen und erweitert den Gesichtskreis nicht wenig. Sie macht uns zu Weltbürgern und verbindet uns mit den entferntesten Nationen. Ohne sie sind wir nur auf die Stadt, die Provinz, das Reich eingeschränkt, in dem wir leben. Ohne sie bleibt man, was man auch gelernt haben mag, beschränkt, begrenzt, beengt. Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie."  (Immanuel Kant)

Das Fach Geographie ist wichtiger Bestandteil der Grundbildung, es legt die Grundlage für ein umfassendes Weltwissen und für ein Verständnis der täglichen Nachrichten aus aller Welt.

Zudem wirkt der Geographieunterricht darauf hin ein Umweltgewissen zu entwickeln und beschäftigt sich mit dem Nachhaltigkeitsgedanken, mit Fragen nach Nutzung und Endlichkeit von Ressourcen. Soziale Fragen wie Disparitäten, Ungleichbehandlung und die Grundlagen von Migrationen werden hier diskutiert, verschiedene Kulturräume vorgestellt bzw. "entdeckt". Daher verbindet sich die Geographie in ganz besonderer Weise mit den Leitperspektiven "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und "Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt".

Geographieunterricht ist lebendig und methodisch vielfältig. Es werden grundlegende Kompetenzen geschult wie z.B. Orientierungsfähigkeit, Umgang mit Diagrammen und Tabellen und auch Diskursfähigkeit.

Im bilingualen Zug werden die oben genannten Inhalte und Methoden gleichermaßen vermittelt. Sofern vom Bildungsplan aus möglich haben wir im Schulcurriculum einen starken Bezug zu Frankreich und zur Frankophonie verankert, wir wählen also entsprechende Raumbeispiele. Dadurch kommt immer wieder die Perspektive Frankreichs und der französischen Geographie zur Sprache, die wir dann mit der deutschen Sicht vergleichen können.

Bereits in Klasse 7 ist Französisch die Unterrichtssprache. Es kommen französische Atlanten und Schulbücher zum Einsatz, wir greifen soweit möglich auf französische Dokumente und Filme zurück. Ein Großteil der Erarbeitung im Unterricht erfolgt in französischer Sprache und wir greifen nur da, wo es für das Verständnis oder eine sehr komplexe Erarbeitung unabdingbar ist, auf das Deutsche zurück. Auf diese Weise werden auch die im Sprachunterricht erworbenen Französischkenntnisse angewendet und trainiert – indirekt und intensiv.

– Je suis géographe, dit le vieux Monsieur.
– Qu’est- -ce qu’un géographe?
– C’est un savant qui connaît où se trouvent les mers, les fleuves, les villes, les montagnes et les déserts.
– Ça c’est bien intéressant, dit le petit prince. Ça c’est enfin un véritable métier!

 

ab Klasse 6 zweistündig unterrichtet

„Die Geschichte ist eine Buslinie mit Haltestellen, aber ohne Fahrplan.“ 

(Zitat von John Osborne, *1929  ✝1994, britischer Dramatiker)

Indem Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht die historischen Wurzeln der Gegenwart aufspüren und dabei untersuchen, wie ihre Lebenswelt entstanden ist, lernen sie, sich in der Gegenwart zu orientieren und Wertmaßstäbe für ihr Handeln zu entwickeln. Sie erleben im Geschichtsunterricht den Zusammenhang zwischen gestern, heute und morgen. Geschichte hilft ihnen auf diese Weise, die Welt der Gegenwart besser zu verstehen und Orientierung für die Gestaltung ihrer Zukunft zu gewinnen.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren im Unterricht neben Konstanten der menschlichen Existenz, die für ihre Identitätsbildung von zentraler Bedeutung sind, vor allem die geschichtliche Bedingtheit der menschlichen Existenz und ihrer Lebenswelt. Die Schülerinnen und Schüler können so ihre nähere und fernere Umwelt mit zusehends geschärftem historischem Blick „lesen“ und erfahren damit gleichzeitig die Veränderlichkeit und Veränderbarkeit der Gegenwart.

Im deutschen wie im bilingualen Unterricht werden bei uns im Fichte Inhalte und Methoden gleichermaßen vermittelt. Sofern möglich haben wir im Schulcurriculum einen starken Bezug zu Frankreich und zur Frankophonie verankert, wählen also entsprechende historische Beispiele. Dadurch kommt immer wieder die Perspektive Frankreichs und der französischen Geschichte zur Sprache, die wir dann mit der deutschen vergleichen. Bereits in Klasse 8 ist im bilingualen Unterricht Französisch die Hauptsprache. Ein Großteil des Unterrichts erfolgt auf Französisch, aber wir greifen da, wo es für das Verständnis oder eine sehr komplexe Erarbeitung unabdingbar ist, auf das Deutsche zurück. Auf diese Weise werden auch die im Sprachunterricht erworbenen Französischkenntnisse angewendet und direkt und intensiv trainiert.

Wenn unsere Schüler die Schule verlassen, haben sie - zumindest einen groben – „Fahrplan“ der Geschichte kennengelernt und haben an manchen „Haltestellen“ auch detaillierten Einblick in die Historie gewonnen. Dabei richtet sich unsere Aufmerksamkeit sowohl auf die Bereiche der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft als auch auf den weiten Bereich der Kultur mit seinen alltags- und mentalitätsgeschichtlichen Aspekten. 

Fragen der Ethik